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Die Friseure Deborah Hanley und Thomas Schweizer im Gespräch über die Parallelen von Beruf und Hobby 

rhizom blog: Was ist das Besondere an Eurem Handwerk?
Thomas Schweizer: Das Besondere ist, dass man sehr schnell ein Ergebnis hat, ganz unmittelbar eine Reaktion bekommt. Man ist nah am Menschen und kann gestalten. Haare machen sehr viel mit dem Menschen, sie strahlen, wenn sie einen guten Haarschnitt bekommen haben, gehen aufrecht, sind glücklich. Wir können mit dem „toten Anhangsgebilde der Haut“ also doch viel Positives bewirken kann.
Deborah Hanley: Du hast die Macht die Leute glücklich zu machen.
Thomas: Ja, Du hast aber auch die Macht, die Leute unglücklich zu machen. Und dessen muss man sich natürlich schon sehr bewusst sein.
Deborah: Mir macht es Spaß, dass man sehr eng mit den Menschen arbeiten und gleichzeitig kreativ sein kann.

Lustig, wenn ich einen Tischler oder Restaurator nach dem Besonderen seines Handwerks frage, nennt er zuallererst das Material. Aber eigentlich logisch: wenn man mit Menschen zu tun hat, rückt das Material in den Hintergrund.
Deborah: Vielleicht sind wir so erfolgreich, weil wir den Menschen und nicht unser Handwerk in den Vordergrund stellen. Dass wir gutes Handwerk abliefern, ist selbstverständlich.
Thomas: Handwerk: das ist eine Frage der Sichtweise. Der Haarschnitt ist nur dann gut, wenn der Kunde ihn mag. Der ist nicht gut, wenn er super exakt geschnitten oder super modisch ist oder was weiß ich. Das sind natürlich alles wichtige Einflüsse, aber ein Haarschnitt ist dann gut, wenn die Leute ihn mögen, sich damit wohlfühlen, und weil er in einer angenehmen Atmosphäre entstanden ist. Read More

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