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Schlagwort-Archive: FAT KOEHL

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Tempelhofer Feld ist eine Baustelle. Kräne und Absperrgitter stehen herum. Verteilt über das leere Flughafenareal kann man ungewöhnliche, rohe Holzkonstrukte entdecken – in der Nähe des Rosinenbombers, auf der Wetterstation, neben anderen mit Wellblech verkleideten Türmen oder versteckt zwischen Ahorn-Wäldchen. Konzentriert dreinblickende Handwerker streifen an nummerierten Holzplatten entlang, die vor ihnen ausgebreitet auf der Wiese liegen und überlegen den Aufbau. Manche Bauten stehen bereits, fachmännisch zusammengefügt von 1 bis 2 Zimmerleuten.

Es sind Häuser, die der Architekt Florian Köhl im August 2011 für das Festival Über Lebenskunst im Haus der Kulturen der Welt produziert hatte. Die Häuser für dieses Festival zum Thema Nachhaltigkeit wurden mit dem Wunsch entwickelt, daß sie weitere Verwendung finden – dafür wurde der Verein „Instant City“ gegründet, der die Häuser betreut. Damals hießen sie IMBAUEINBAU. Jetzt müsste man sie wohl in FREIBAUNEUBAU umbenennen.

Verantwortlich für den ersten Wiederaufbau auf dem ehemaligen Flugfeld ist das Architektenkollektiv raumlabor, das gemeinsam mit dem Hebbel Theater (HAU) eine dreiwöchige Weltausstellung im Juni ausrichtet. Mit der Freirauminstallation nimmt der HAU-Intendant Matthias Lilienthal seinen Hut.

„The World Is Not Fair -Die Grosse Weltausstellung 2012“ fügt sich in das Konzept der von raumlabor betriebenen Ideenwerkstatt Tempelhof, das die Aktivierung des Standorts durch Pioniernutzungen und kulturelle Initiativen mit langfristigen städtebaulichen Entwicklungskonzepten verknüpft und als integrativer Bestandteil des gesamten Entwicklungsprozesses versteht.

rhizom blog war vor Ort und hat erste Ergebnisse dokumentiert.

„Geteilte Autorschaft“ war übrigens das Thema, unter das Florian Köhl sein erstes Haus mit einer Baugruppe in Berlin entwickelt hat. Ein Artikel mit gleichlautendem Titel erschien in der Zeitschrift ARCH+ im März 2011 (ARCH+ 201/202 Berlin, März 2011, S. 114ff. http://www.archplus.net/ausgabe/201/202/